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How To: Wie man einen AVI Videofilm konvertieren kann, um ihn auf einem DVD Player als VCD/SVCD abzuspielen

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Leserforum

Inhalt

Die Ausgangssituation
(S)VCD
Konvertierung 1. Schritt: Audio-Format
AC-3 Audio-Format
Konvertierung 2. Schritt: AVI nach MPEG
3. Schritt: CD brennen
Optimierung der Einstellungen

Die Ausgangssituation

Die meisten Filme werden als MPEGx oder AVI angeboten. Wie man einen eigenen Film nach AVI konvertiert wird separat beschrieben. Da sich bei AVI der DivX-Codec aufgrund der enormen Datenkompression bei guter Bildqualität sehr bewährt hat, kommt man kaum darum herum, sich zuerst einmal diesen Codec zu besorgen. Aktuell ist gerade DivX 5.0. Auf der DivX Webseite bekommt man den Codec als Bundle zusammen mit dem Abspielprogramm The Playa. Um Filme zu betrachten und weiter zu bearbeiten, reicht die kostenlose Version ohne Advanced Encoding und ohne Werbeeinblendungen aus.

Nach der Installation sollte es nun gelingen jeden Film abzuspielen. Entweder mit dem Playa oder dem Windows Media Player (für MPEGs). Da der Windows Media Player keine DVDs und SVCDs abspielen kann, schadet es nichts, sich auch noch einen Software-DVD Player wie PowerDVD zu besorgen.

Sollten Sie Probleme haben oder sich für die Materie weiter interessieren, werfen Sie mal einen Blick in die Newsgruppe de.comp.tv+video. Zu nicht erläuterten Parametern/Optionen gebe ich generell keine Hilfe. Ich freue mich aber, wenn Sie mir Ihre Erfahrungen mit einzelnen Optionen mitteilen, so daß ich diese ggf. aufnehmen kann. Für weitere Fragen gibt es bei mir jetzt auch ein Diskussionsforum.

(S)VCD

Es ist zwar ganz schön, sich die Filme auf dem PC anzuschauen, doch auf einem Fernseher ohne lärmenden PC-Lüfter (zumal im Wohnzimmer, während man sich gemütlich auf der Couch fläzt) ist es noch schöner. Die meisten DVD-Player, die es bereits für etwas mehr als € 100,- gibt, können neben den zu erwartenden DVDs auch noch MP3 und Video CDs (VCD) oder Super VCDs (SVCD) wiedergeben. Vereinfacht ausgedrückt sind VCDs CDs, die mit einem Film im MPEG-1 Format ("MPEG Layer 1" um genau zu sein) bei einer Auflösung von 352x288 Pixel bespielt wurden. Bei SVCDs wird der qualitativ bessere MPEG-2 Standard mit 480x576 Pixel benutzt, weshalb man immer SVCDs erstellen sollte, wenn es der DVD-Player mitmacht.

Konvertierung 1. Schritt: Audio-Format

Um den Ausgangsfilm nun nach MPEG-2 zu konvertieren, muß als erstes geprüft werden, ob die Tonspur im geeigneten Format vorliegt, da das nachfolgende Tool diese sonst nicht extrahieren kann. Viele AVI-Tonspuren werden mit einem MPEG-3 Codec komprimiert, den es zuerst zu Wandeln gilt.
Als Tool hat sich hier VirtualDub bewährt.

  1. Starten Sie VirtualDub (im Beispiel Version 1.4.8).

  2. File/Open video file und Ausgangsvideo öffnen.

  3. Mit der Symbolleiste am unteren Rand können Sie bei Bedarf den Film wiedergegebn. >I gibt den Film wieder, wie er eingelesen wird und >O gibt den konvertierten Film wieder.
    VirtualDub

  4. Wählen Sie File/File Information um die Dateiinformationen einzusehen.
    File Information

  5. Die wichtigen Informationen sind die Sampling rate und die Compression. Die Sampling rate sollte 44100 Hz betragen und die Audiospur darf nicht komprimiert sein (PCM). Ist dies nicht der Fall, müssen Sie den Film weiter bearbeiten (nächster Schritt) - ansonsten kann der Film gleich nach SVCD konvertiert werden (s. u.).

    Tip: AC-3 Sound
    In jüngster Zeit werden immer mehr Tonspuren im AC-3 Digital-Surround-Format gespeichert. Ich finde das ja etwas übertrieben, denn die Videoqualität ist ja nie optimal und warum dann High-End-Sound? Dann sollte ich doch lieber die DVD kaufen. Auf jeden Fall bereitet AC-3 einige Probleme beim Anfertigen einer VCD. In VirtualDub identifizieren Sie AC-3 daran, daß bei Channels eine 5 steht und bei Compression: Unknown (tag 2000). Lesen dann im Abschnitt AC-3 Audio-Format weiter.

  6. Aktivieren Sie Video/Direct stream copy um eine direkte Kopie ohne Veränderungen von der Videospur zu erstellen.

  7. Aktivieren Sie Audio/AVI audio

  8. Aktivieren Sie Audio/Full processing mode um die Audio-Spur zu verändern.

  9. Wählen Sie Audio/Conversion.

  10. Aktivieren Sie die gewünschte Sampling rate 44100Hz und die Option High quality. Ggf. können Sie auch noch eine Monospur in zwei Stereospuren konvertieren.
    Konvertierungsoptionen

  11. Wenn Sie wollen, können Sie im Menü Audio/Volume die Lautstärke anpassen, da manchmal die Videos zu leise sind.

  12. Starten Sie den Konvertierungsprozeß mit File/Save as AVI und geben Sie einen Dateinamen für die konvertierte Datei an. Je nach Prozessorleistung kann der Vorgang etwas dauern (90 Minuten Video, Celeron 550: ca. 15 min., P4 1,7 Mhz: ca. 7 min.). Bedenken Sie, daß die Ausgabedatei aufgrund der wegfallenden Komprimierung groß werden kann und genügend Plattenplatz zur Verfügung steht.
    Fortschrittsanzeige

    Tip: Immer noch Probleme mit dem Ton
    Trotz der beschriebenen Methode kann es immer noch dazu kommen, daß der Ton später Störgeräusche aufweist oder gar nicht zu hören ist (obwohl sogar die unten beschriebenen Ausschläge in der Tonspur zu sehen sind). Das liegt anscheinend an Fehlern in der Filmdatei und/oder an eigenwilligen Codecs. In solchen Fällen hilft es, wenn Sie die Tonspur als separate Wave-Datei speichern: Einstellungen wie bisher (Video-Optionen sind egal und dann: File/Save WAV. Bei der folgenden Konvertierung nach MPEG wird dann im 4. Schritt die ursprüngliche Video-Datei geladen und zusätzlich die eben erstellte WAV-Datei bei Audio File.

AC-3 Audio-Format

AC-3 Sound (oft auch nur als AC3 bezeichnet) benötigt eigentlich eine entsprechende Soundkarte, die den Sound hardwaremäßig an die sechs Lautsprecher verteilt. Es gibt aber auch einen Software-Codec zum downloaden um im MediaPlayer AC-3 Sound abzuspielen. Für die folgenden Schritte ist der Codec nicht notwendig.

AC-3 Sound müssen Sie vor der Konvertierung in TMPGenc erst einmal in unkomprimierten Sound konvertieren. Dazu benötigen Sie u. a. eine spezielle Version von VirtualDub. VirtualDub_148_AC3.exe ist in der Lage AC-3 aus einer Videodatei zu extrahieren, so daß Sie es anschließend weiter konvertieren können. VirtualDub_148_AC3.exe ist keine offizielle Version von VirtualDub und hinkt ein paar Versionen der offiziellen hinterher - zum extrahieren reicht es aber völlig. Auf der Webseite von Digital Digest finden Sie die AC-3-Version. Das Programm muß nicht installiert werden und kann direkt gestartet werden.

Außerdem benötigen Sie HeadAC3he um den extrahierten AC-3 Sound in ein unkomprimiertes WAV-File zu konvertieren. Das Download im gleichnamigen Bereich ist ein bißchen nervig, da es kein komplettes Paket gibt. Sie benötigen mindestens die Dateien HeadAC3he (das Hauptprogramm), Azid.DLL (um AC-3 zu decodieren), Libmmd.DLL (für die folgende DLL) und SSRC.DLL (um die Abtastrate herunterzurechnen). Sollten die DLLs nicht angeboten werden, suchen Sie per Suchmaschine danach oder z. B. bei DLL Files. HeadAC3he konvertiert noch viele weitere Audio-Formate, die hier jetzt nicht wichtig sind, wofür Sie dann die weiteren DLLs benötigen. Packen Sie alle heruntergeladenen Archivdateien mit WinRAR in das gleiche Verzeichnis aus. HeadAC3he benötigt keine weitere Installation und kann direkt gestartet werden.

  1. Starten Sie VirtualDub_148_AC3.exe und öffnen Sie über File/Open video file das Ausgangsvideo.

  2. Wählen Sie Audio/Direct stream copy um die Audiodaten unverändert zu kopieren (die Videoeinstellungen sind unwichtig).

  3. Mit File/Save WAV speichern Sie die Tonspur. Geben Sie als Suffix .ac3 hinter dem Dateinamen an, da sonst die Datei .wav genannt wird (was nicht weiter schlimm ist und später noch im Explorer geändert werden könnte)

  4. Beenden Sie VirtualDub_148_AC3 und starten Sie HeadAC3he.exe.
    HeadAC3he

    Info: Defekte AC-3-Sound-Dateien
    Es kann vorkommen, daß die Datei mit dem extrahierten AC-3-Sound Frame- und Synchronisations-Fehler enthält. Mit dem MS-DOS Tool AC3-Fix kann die Datei untersucht werden und Fehler werden automatisch korrigiert.

  5. Öffnen Sie mit Source File die eben extrahierte AC-3 Audiodatei. Bei meinen Versuchen erschien immer rechts die Warnung Source File's last frame incomplete or corrupt stream, was aber zu keinen negativen Auswirkungen führte.

  6. Bei Destination File wird automatisch der gleiche Dateiname mit dem geänderten Suffix .wav eingetragen, was Sie aber auch ändern können.

  7. Bei Destination Format wählen Sie WAV und 16 bit int.

  8. Aktivieren Sie 2-Pass Mode für bessere Qualität und dumb, wenn auf der Festplatte kein Platz für das notwendige temp-File ist (der Wert in Klammern bei Destination File gibt den zwischenzeitig benötigten Speicherplatz an). Haben Sie genügend Kapazität, dann wählen Sie float.

  9. Aktivieren Sie die Option Resample to und wählen Sie die Einstellung 44.1 kHz.

  10. Mit Start wird die Konvertierung angestoßen. Anschließend können Sie den Film ganz normal in TMPGenc verarbeiten und das erzeugte WAV-File bei Audio File im zweiten Schritt des Wizard auswählen.

Konvertierung 2. Schritt: AVI nach MPEG

Der (ggf. in der Tonspur korrigierte) Ausgangsfilm muß nun nach MPEG konvertiert werden um auf CD gebrannt werden zu können. Dafür eignet sich TMPGenc ganz hervorragend. Einziger Nachteil an diesem Tool ist, daß es nur 30 Tage Lizenfrei läuft und es ziemlich nervend ist, dann schon wieder eine neue Version zu installieren. Aber es gibt ja das usenet und da findet man doch so manchen interessanten Artikel. Für Versionen ab 2.55 ist ein anderer Beitrag interessant. Zu TMPGenc gibt es auch noch das VFAPI plug-in for TMPGEnc project file. Ich weiß nicht so recht, wozu das gut ist, aber es kann nichts schaden, das Paket auch noch zu installieren (download, auspacken und BAT-Datei starten).

  1. Starten Sie nun TMPGenc (im Beispiel sind die meisten Screenshots aus Version 2.52. Bis Version 2.59 sind aber Unterschiede berücksichtigt worden, wobei diese marginal sind).

  2. Der Wizard startet automatisch (wenn nicht: File/Project Wizard).

  3. Wählen Sie, was für eine Video CD Sie erstellen wollen und in welchem Format (Deutschland: PAL). Next.
    Video Format Auswahl

  4. Klicken Sie bei Video File auf Browse und öffnen Sie den (ggf. korrigierten) Ausgangsfilm. Next.
    Video öffnen

  5. Aktivieren Sie die Option Source range und klicken Sie eventuell auf Setting, wenn sich das nächste Fenster nicht automatisch öffnet.
    Teilkonvertierung wählen

  6. Verschieben Sie den Schieberegler unterhalb des Videobildes um zu kontrollieren, dass sowohl die Video- als auch die Audiospur erkannt (angezeigt) wird. Aktivieren Sie ggf. dazu die Option Display Audio. In der Audiospur sollten (mehr oder weniger hohe) Ausschläge ("Verdickungen") an der horizontalen grünen Linie zu erkennen sein.
    Importkontrolle

    Info: Wenn's mit dem Video nicht klappt
    Sollte hier kein Video angezeigt werden, dann kann es sein, daß der DivX-Codec nicht sauber installiert wurde. Vor allem der neue 5er bereitet hier Probleme. Einfach dann den vorherigen 4.12er noch mal drüberbügeln (der 5er bleibt erhalten).

    Info: Wenn's mit dem Audio nicht klappt
    Sollte die Tonspur durchgängig als Strich dargestellt werden, kann der Ton nicht ausgelesen werden, dann noch mal oben nachlesen, wie die Tonspur konvertiert wird. Aber: manchmal sind die Ausschläge sehr gering, dann ist der Ton ok, nur sehr leise (s. o. VirtualDub)

  7. Da MPEG nicht die Qualität von DivX erreicht, treten bei bewegungsreichen Filmen, die auf eine einzelne CD gebrannt werden, erhebliche Bildartefakte (Würfeleffekt) auf. Es lohnt sich also, einen Film auf zwei CDs aufzuteilen. Dann hat man zwar den lästigen CD-Wechsel, aber mehr Freude am Film (und der Rohlingpreis spielt doch wohl keine Rolle). Um den Film zu teilen, muß man als erstes wissen, aus wievielen Frames er besteht. klicken Sie auf Move to end frame.

  8. In der Titelzeile des Fensters steht die Framezahl (hier: 98899), die Sie durch zwei dividieren (hier: 49450).
    Anzahl der Frames

  9. Ein harter Schnitt ist nicht schön, deshalb addieren Sie ein paar hundert Frames zu dem Mittelwert hinzu um etwas mehr Film in die erste Hälfte zu bekommen (hier: 49600). Die Filme laufen i. d. R. mit 25 Frames per Second (s. Titelzeile des Fensters). Daraus folgt, daß die hier verwendeten 150 Frames mehr den Film um sechs Sekunden verlängern (150/25=6). Geben sie den Wert bei End frame ein und klicken Sie auf Move to end frame und dann auf Set end frame um diese Position als letztes Frame zu kennzeichnen. OK.
    End Frame gesetzt

  10. Zurück im Project Wizard (3/5) klicken Sie auf Other settings. Wenn Sie häufiger Videos konvertieren, zeigt Ihnen der Abschnitt Optimierung der Einstellungen, wie Sie die folgenden Einstellarbeiten optimieren können.

  11. Hier können Sie sich nun austoben und das letzte Quäntchen an Feintunging zur Qualitätssteigerung herauskitzeln. Wichtig ist aber erst mal nur auf der Registerkarte Advanced bei Video arrange Method die Einstellung Full screen (keep aspect ratio) auszuwählen. So bleibt das Seitenverhältnis des Videos erhalten und wird so weit auf die Bildschirmfläche gestreckt wie möglich, ohne dabei etwas vom Film abzuschneiden.
    Bildseitenverhältnis einstellen

  12. Auf der Registerkarte Quantize matrix wählen Sie aus der Liste MPEG standard. Ich habe den subjektiven Eindruck, daß dadurch weniger Fehler in Form von quadratischen Störflächen auftreten. OK.
    Quantize matrix

  13. Zurück im Project Wizard (3/5) klicken Sie auf Next.

  14. Wählen Sie zuerst die Größe des CD-Rohlings aus. Am bestens sind natürlich 80er, da hier mehr Platz drauf ist. Da Sie eine VCD/SVCD erstellen wollen, wählen Sie den entsprechenden Eintrag. Nur so kann die tatsächlich zur Verfügung stehende Speicherkapazität beachtet werden, denn es kommen noch ein paar Zusatzinfos auf die CD. Die Dateien werden größer als eigentlich Platz auf dem Rohling ist (ca. 800MB MPEG-Datei für eine 700MB SVCD).

  15. Dann stellen Sie die Prozentangabe daneben bei Makes file size auf 100% (ändert sich gleich wieder ein wenig von alleine). In neuen Versionen steht auch die Option Auto setting zur Verfügung. Wenn Sie diese aktivieren, wird die Prozentangabe an die Datenträgergröße angepaßt (fast 100%). Wichtig ist, zuerst die Datenträgergröße einzustellen, da die Option nicht aktiviert bleibt! Wenn der Film zu kurz ist, dann wird die CD nicht ganz voll, denn die Average video bitrate wird nicht größer als 2520 kbits/sec werden. Außerdem wird die Bitrate nie kleiner als 1600. Ist der Film zu lang, wird ein größerer Rohling benötigt oder Sie müssen dern Film in drei Teile zerlegen. Next.
    CD-Größe einstellen

  16. Legen Sie den Dateinamen der neuen Videodatei fest.

  17. Mit Start encoding immediately starten Sie den Codierungsvorgang umgehend. Da Sie aber eventuell noch einen Zweiten (oder mehrere weitere) Filme (oder Teile) umwandeln wollen (vor allem für eine ausgdehnte Nachtsession), benutzen Sie lieber Create another project(s) for batch processing. Daraufhin können Sie dann den nächsten Film einstellen.
    So müssen Sie ja z. B. noch die zweite Hälfte des Films konvertieren. Benutzen Sie entsprechend der vorherigen Rechnung (49450-150=49300) einen etwas früheren Wert für das Startframe (im Feld Start frame eintragen und auf Move to start frame klicken).
    Preozeß starten

  18. Mit Shut down after finish encoding sorgen Sie dafür, daß der PC zum Schluß heruntergefahren wird, was bei längeren Konvertierungsarien ganz praktisch sein kann. Die Konvertierung dauert auf einem Celeron 550 indiskutabel lange: 90 Minuten Video ca. 15h. Auf einem P4 1,7 GHz nur noch ca. 3h.
    Encoding

3. Schritt: CD brennen

Prinzipiell wird wohl jedes Brenprogramm diesen Schritt beherrschen. Deshalb hier auch nur die wesentlichen Schritte in Kürze mit Nero. Es empfiehlt sich, die Dateien vor dem Brennen auf dem Rechner zu überprüfen, ob sie einwandfrei abgespielt werden können oder zuerst ein RW-Medium zu benutzen, wenn man einen entsprechenden Brenner besitzt.

  1. Starten Sie Nero.

  2. Wählen Sie im Diaogfenster (ggf. Datei/Neu) den Eintrag Video-CD oder Super Video CD und klicken Sie dann auf Neu. Nero legt dann die notwendigen Infodateien und Verzeichnisse auf der CD an.
    Nero: Neu

  3. Ziehen Sie vom rechten Explorer-Fenster den konvertierten Film in den linken Hauptbereich. Die Datei wird dabei untersucht, was einen Moment dauern kann.
    Film auswählen

  4. Wählen Sie Datei/CD brennen und klicken Sie auf Brennen um den Brennvorgang zu starten.

    Info: Schreibgeschwindigkeit
    So ganz ist mir nicht klar warum, aber bei Geschwindigkeiten größer als vierfach (4x) treten beim Abspielen vermehrt blockartige Artefakt und Störungen im Bild auf. Davon berichten auch andere Anwender. Vielleicht sollte man sich langsam nach oben vortasten, bis man die maximale Geschwindigkeit, bei der keine Fehler sichtbar werden, ausprobiert hat.

    Brennen starten

Optimierung der Einstellungen

Wenn Sie mehrere Filme konvertieren wollen, dann werden die immer wieder gleichen Experten-Einstellungen nervig, da sie jedesmal erneut eingestellt werden müssen. TMPGEnc läßt eine komfortable Default-Einstellung vermissen. Stattdessen wird der Weg über Vorlagen (Templates) gegangen. So richtig durchsichtig fand ich diese aber bisher nicht. Inzwischen habe ich mir die Dinger näher angeschaut und herausgefunden, wie man selber welche erstellt und diese sogar in die erste Auswahl des Projekt-Wizards einbinden kann. In Zukunft müssen Sie sich dann nicht mehr mit dem Feintuning aufhalten und können größere Konvertierungsaktionen schneller zusammenstellen.

  1. Starten Sie TMPGEnc und beenden Sie ggf. mit Cancel den automatisch startenden Projet Wizard.

  2. Klicken Sie im Hauptfenster unten rechts auf Load.
    Hauptfenster

  3. Davon ausgehend, daß Sie SVCDs im PAL-Format erstellen, wählen Sie die Template-Datei SuperVideoCD (PAL).mcf zum öffnen. Ansonsten wählen Sie die Datei, die vom Dateinamen her auf Ihre normalerweise gewählte Einstellungen hinweist.
    Template öffnen

  4. Klicken im Hauptfenster unten rechts auf Setting.

  5. Auf der Registerkarte Advanced deaktivieren Sie ggf. unten alle Optionen und bei Video arrange Method wählen Sie Full screen (keep aspect ratio). Dies geschieht analog zu den sonst jedesmal eingestellten Optionen (s. o.).
    Registerkarte Advanced

  6. Auf der Registerkarte Quantize matrix stellen Sie MPEG standard ein. OK.
    Registerkarte Quantize matrix

  7. Klicken Sie im Hauptfenster unten rechts auf Save.

  8. Speichern Sie die modifizierte Vorlage unter einem beliebigen Dateinamen ab. Der Suffix .mcf wird automatisch vergeben. Das Template könnte jetzt über Load bereits geladen und verwendet werden. Mehr Komfort erhalten Sie aber, wenn Sie die folgenden Schritte noch durchführen:

  9. Öffnen Sie den Explorer und finden Sie die eben gespeicherte Template Datei, die im Installationsordner von TMPGEnc im Unterordner Template liegt.

  10. Wenn der Suffix mit dem Editor verknüpft ist (sollte Standard sein), können Sie die Datei mit einem Doppelklick zum editieren öffnen. Ansonsten öffnen Sie einen Editor (z. B. Start/Programme/Zubehör/Editor) und öffnen Sie die Datei von dort (ggf. Alle Dateien als Dateityp im Öffnendialog einstellen).

  11. Ändern Sie die ersten Zeilen ein wenig:
    Template Datei

  12. Bei MPEG.WizardCategoryName erreichen Sie mit der Vorgabe $$SVCD\my PAL, daß das Template in der Kategorie SVCD des Wizard unter dem Namen my PAL angezeigt wird. Sie können aber auch eine eigene Kategorie erstellen oder einen anderen Namen verwenden. Die Angabe muß in Hochkomma stehen - ebenso, wie die folgende.

  13. Legen Sie eine beliebige Überschrift bei MPEG.WizardCaption fest. Wenn Sie den Wert leer lassen, wird der Dateiname des Templates benutzt.

  14. Bei MPEG.WizardTargetMedia tragen Sie nach dem Gleichzeichen MPEGConfig_TargetMediaType_CD_80min ein. Dadurch erreichen Sie, daß automatisch 80-Minuten-Rohlinge für SVCDs bei der Größenberechnung für die neue Datei berücksichtigt werden - angesichts der bereits angesprochenen Qualitätsvorteile und der günstigen Preise, sicherlich die beste Wahl.

  15. Mit MPEG.WizardAutoCalcVideoBitRate = True erreichen Sie, daß die neu eingeführte Option Auto setting aktiviert ist und die neue Datei die CD komplett füllt (die Bitrate wird entsprechend angepaßt). In diesem Kontext funktioniert die Option auch wie gewünscht und muß später nicht erneut aktiviert werden, da ja auch keine andere CD-Größe mehr gewählt werden muß.

  16. Speichern Sie die Datei ab.

  17. Wenn Sie den Wizard nun neu öffnen (File/Project Wizard) bzw. TMPGEnc neu starten, steht das neue Template zur Auswahl. Sie brauchen nur noch den Film zu wählen und ggf. einen Source Range einzustellen. Alle anderen Optionen bedürfen keiner Korrektur mehr.
    Projekt Wizard

Viel Spaß beim Fernsehabend!