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BeitragVerfasst: Donnerstag 1. Dezember 2022, 09:45 
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Registriert: Mittwoch 6. Oktober 2004, 09:52
Beiträge: 2121
Paywalls sind eine beliebte Methode vieler Zeitungen, Zeitschriften und Magazine, den Inhalt der Nachrichtenseite nur zahlendem Publikum zu zeigen. Alle anderen bekommen nur einen Teaser mit den ersten Zeilen oder der Überschrift zu sehen.

Natürlich ist es legitim, daß die Webseiten für ihre Arbeit bezahlt werden wollen. Dies wird in allen Fällen schon über nervige Werbung versucht. Nur bringt Werbung online den Betreiber nichts ein außer Hundertstel Cents pro Ausspielung. Und viele Leute haben auch inzwischen kapiert, daß es praktisch ist, sich einen Werbeblocker wie das Browser Plug-In uBlock zu installieren, um Ruhe zu haben. Das wird von den Werbetreibenden ganz und gar nicht gerne gesehen und oft genug wird dagegen gewettert. Aber es ist mein gutes Recht mit den Daten, die zu mir auf meinen PC, in meinem Browser zu machen, was ich will. Und wenn ich die Daten filtern lassen möchte, dann ist das so.

Auch eine Paywal ist ein Versuch, Geld zu verdienen. Allerdings ist es so, daß gefühlt 99% aller Paywalls gar nicht richtig funktionieren: Der Server des Anbieters sendet mir eine Webseite auf der ich augenscheinlich den Artikel nicht lesen kann. Allerdings hat er mir nicht etwa eine spezielle Webseite geschickt, sondern die Webseite für den zahlenden Kunden. Durch einen Trick wird der Inhalt nur unkenntlich gemacht. Um es festzuhalten: Der Anbieter hat mir (ohne Anmeldung oder bezahlen oder irgendeinen Mißbrauch meinerseits) mir den Artikel auf meinen PC übertragen. Das hätte er nicht tun müssen, wenn er nicht will, daß ich den Text lese! Aber er hat es - seine Entscheidung!

Warum ist das so? Weil der Anbieter geldgeil ist. Punkt!
Die Nachrichtenportale etc. leben nämlich davon, daß es Leute gibt, die für den Text bezahlen. Ist wie gesagt auch Verständlich. Aber: Damit möglichst viele Leute bezahlen, müssen sie Werbung für ihre Texte machen und Kunden gewinnen. Und wie macht man das? Mit Google und anderen Suchmaschinen. Die durchsuchen das Web und die Zeitungsangebote automatisch. Alle Wörter die gefunden werden, kommen in den Suchindex (eine gigantische Datenbank). Gibt ein Mensch Suchbegriffe ein, wird geschaut, welche Webseiten diese enthalten und sie werden angeboten. Und damit möglichst oft die Seite mit der Nachrichtenmeldung aufgelistet wird, muß die Suchmaschine den gesamten Text kennen, also lesen können. Aus diesem Grund enthält die Angebotsseite bereits den ganzen Text: nur für die Suchmaschine.
Man könnte das anders lösen aber das macht eben kaum ein Anbieter - selber Schuld. Der Anbieter könnte auch einfach akzeptieren, daß die Suchmaschinen dann eben nur den Teaser indizieren und die Webseite seltener als Treffer angezeigt wird. Das führt halt zu weniger Einnahmen. Nur wer bezahlt hat, wird dann auf eine weitere Webseite geleitet, die wirklich den ganzen Artikel enthält. So macht es beispielsweise Spiegel-Online. Aber das Web sollte ursprünglich mal eine Möglichkeit sein, Informationen kostenlos auszutauschen. Da aber alle dort Geld verdienen wollen, müssen sie auch damit leben, daß sich andere Leute wissen, was im Web möglich ist und Adblocker nutzen oder ihre pseudo-Paywall nichts nützt.

Wenn der Text also schon bei mir ist, dann kann und darf ich ihn auch lesen (als Einschränkung sehe ich allerdings keine Bilder). Wenn ich dazu nicht den Browser nutze bzw. ihn eben wirklich nutze, weil ich dessen Funktionen kenne und beherrsche, dann ist das legitim und keine Straftat oder das Erschleichen einer Leistung. Ich erschleiche nichts. Ich habe beim Anbieter des Textes auf den Link zum Artikel geklickt und er wurde mir angezeigt bzw. übermittelt - ich habe ihm nichts vorgegaukelt, Paßwörter gehackt oder eine Verschlüsselung umgangen.

So, wie macht man's?

  1. Rufen Sie ganz normal im Browser (ich zeige es hier an Firefox) die Nachrichtenseite oder das Angebot auf, das sich hinter der Paywall verbirgt.
  2. Wählen Sie im Menü Extras|Browser-Werkzeuge|Seitenquelltext anzeigen. Oder drücken Sie <Strg>+<u> oder klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine freie Fläche innerhalb der Webseite und wählen Sie im Kontextmenü den Eintrag Seitenquelltext anzeigen.
  3. Sie sehen den HTML-Code für den Webseite. Hier finden Sie den gesamten Text. Das war's schon. :-D

Weil das Suchen im HTML-Code mühsam ist (weil er oft grottig formatiert ist). Können Sie sich das Suchen nach der Textpassage leichter machen:

  1. Rufen Sie ganz normal im Browser (ich zeige es hier an Firefox) die Nachrichtenseite oder das Angebot auf, das sich hinter der Paywall verbirgt.
  2. Markieren Sie den ersten noch lesbaren Satz (besser) oder die Überschrift.
  3. Kopieren Sie mit <Strg><c> den markierten Text
  4. Klicken Sie auf eine freie Fläche auf der Webseite, um die Markierung aufzuheben
  5. Wählen Sie im Menü Extras|Browser-Werkzeuge|Seitenquelltext anzeigen. Oder drücken Sie <Strg>+<u> oder klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine freie Fläche innerhalb der Webseite und wählen Sie im Kontextmenü den Eintrag Seitenquelltext anzeigen.
  6. Sie sehen den HTML-Code für den Webseite.
  7. Klicken Sie mit der rechten Maustaste ins Fenster und aktivieren Sie im Kontextmenü den Punkt Lange Zeilen umbrechen. Dies ist nur beim ersten Mal notwendig.
  8. Drücken Sie <Strg>+<f> oder wählen Sie Bearbeiten|Seite durchsuchen.
  9. Es öffnet sich das Suchfeld. Fügen Sie mit <Strg>+<v> den zuvor kopierten Text ein.
  10. Es werden alle Vorkommen des Texts hervorgehoben. Der erste Treffer wird gleich markiert. Am rechten Rand sehen Sie ggf. in der Scrolleiste für das Fenster rote Querstriche, die Ihnen zeigen, wo der Text vorkommt. Dort steht vermutlich auch in der Nähe (ein paar Zeilen tiefer oder rechts) der Artikeltext. Wenn nicht, gehen Sie zum nächsten Treffer der Suche, in dem Sie <F3> drücken.

Viel Spaß beim Lesen!

_________________

:verweis: Alles folgende ist Teil der Antwort und wird oben nicht noch mal explizit wiederholt:

Sieh' in die FAQ! Schaue in die Fahrzeugliste, ob Dein Fahrzeug vorhanden ist. Trage Deine Erfahrungen dort ein und hilf so anderen Nutzern!

Ich freue mich über Infos mit Herstellernummern zu VAG Steuergeräten mit CAN TP 1.6/2.0 oder UDS Protokoll wenn die Pinbelegung (Diagnoseleitungen und Spannungsversorgung) bekannt ist.

Nutze PGP für Deine Emails! (PDF lesen)

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