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BeitragVerfasst: Sonntag 26. Juni 2016, 08:23 
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Registriert: Sonntag 26. Juni 2016, 08:14
Beiträge: 2
Hoffentlich bin ich hier im richtigen Forum gelandet - der erste Versuch einer Veröffentlichung...

In einem Satz:
OOBD ist eine Laufzeitumgebung für Diagnose- Anwendungen aller Art. Du programmierst deine Problemlösung in einer einfachen Sciptsprache, OOBD kümmert sich um die Rest: Die Darstellung, die Ausführung und die Kommunikation mit dem Auto

Die Langfassung:
Wir, ein Team aus Automobil- Ingenieuren, brauchten ein System für unsere tägliche Arbeit. Im Gegensatz zu vielen Projekten, die noch im Ansatz sind, sind wir schon irgendwie in der Nähe von Fertig, aber unser Projekt ist absolut unbekannt. Das kommt einfach daher, weil OOBD kein eigenständiges Programm als solches ist, sondern eine Laufzeit-Umgebung, in die man seine konkreten Anwendungen lädt und startet. Unsere eigenen Anwendungen sind aber nichts für die Öffentlichkeit, aber wir haben nicht die Zeit und Hardware, nun selber für alle möglichen Fahrzeuge Beispiele zu programmieren. Wir brauchen also mehr Mitmacher, und dies soll nun der erste Versuch sein, auch mal öffentlich aufzutreten.

Aber nun endlich mal Details:
OOBD ist eine java- basierte App für Windows, Linux, Mac und auch Android.
Sie spricht über Bluetooth, seriell oder Telnet mit so ziemlich allem, was nach dem Command/Answer- Prinzip funktioniert, also Kommando senden, Antwort abholen.

Um keine Echtzeitprobleme zu haben, findet diese dann in dem speziell dafür designten Dongle auf STM32-Basis statt, der komplett ISO-TP beherrscht, d.h. alle Moduladressen bei voller Telegramlänge von 4095 Bytes. Die Firmware basiert auf FreeRTOS und läuft so als Beta auch auf Linux auf SocketCAN. Die Firmware ist voll modular und läßt sich so einfach auf andere Prozessoren portieren, ebenso lassen sich andere Protokolle implementieren und dann umschalten; Lavicel und andere haben wir schon selber implementiert, VW z.B. steht noch aus.


Es muß aber nicht unser eigener Dongle sein, OOBD kann auch ELM, und man kann durch Anpassen eines Lua Scripts auch seine ganz persönliche Hardware anstöpseln.



Die jeweils gewünschte Programmlogik wird als LUA script geschrieben. Ganz einfache Anwendungen kann man sich auf http://quickscript.oobd.org in Minuten zusammen klicken, für komplexere Anwendungen haben wir eine komplette ISO-TP Library mit dazu gelegt.

Die Benutzeroberfläche läuft als normale Webseite im Browser, die Kommunikation mit OOBD läuft per Websocket und wird über die passende oobd- Javascript Library bereitgestellt.

Es gibt eine Default- Oberfläche für den Browser, wenn man sich darum nicht kümmern möchte, man kann sich aber seine Oberfläche auch komplett selber designen.

Oberfläche und die Script- Anwendung selber können dann nach Fertigstellung in einen Zip- Container gepackt und dann getauscht, verteilt und veröffentlich werden.


Der Anwender braucht damit nicht mehr für jedes Problem ein eigenes Programm, sondern er lädt sich die Anwendung dann in OOBD, genauso wie man seine Lieblingsmusik im MP3- Player aussucht.


Nur wie gesagt, uns kennt noch keiner, und darum hat ausser uns auch noch keiner seine persönliche Anwendungen damit realisiert. Aber vielleicht läßt sich das ja ändern.

Versuchen wir's mal :-)

Alles Weitere auf http://www.oobd.org

Steffen Köhler
OOBD Team member


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BeitragVerfasst: Sonntag 14. August 2016, 07:37 
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Registriert: Montag 18. Mai 2015, 12:09
Beiträge: 9
Interessantes Projekt. Bin ich grad drüber gestolpert und da seh ich dann noch das Thema in diesem Forum. :)
Die Homepage hab ich mir auch mal angeschaut. Die ist wohl noch im Aufbau. Macht auch einen etwas schlechten Eindruck dass gerade der Link zur Bauanleitung nicht funktioniert, dafür aber der Link zu einem Shop wo es diese ominöse CANInvader Hardware zu nem stolzen Preis von 159€ gibt.

Wenn ich mir das aus den verstreuten Informationen aus dem Netz richtig zusammengesucht habe besteht das Ding nur aus einem DXM Modul mit custom Firmware und einem BTM222 Bluetooth Modul.
Rein von der Hardware wurde ein ähnliches Projekt bereits in Elektor 4 / 2011 vorgestellt.
Macht großzügig gerechnet vom Wareneinsatz her ca 70€ wenn ich mir die Teile einzeln im Netz bestelle.

Für den Preis bekomme ich schon locker einen hochwertigen OBD2 Prüfadapter auf STN1170 Basis.
Zu Zeiten wo man einen ELM-Klon auf ebay für 4€ inkl Lieferung aus China nachgeworfen bekommt lohnt sich Selbstbau einfach nicht mehr.

Hatte auch schon überlegt den OBD2 Analyser NG von Elektor nachzubauen. Die dazu im Netz verstreuten Informationskrümelchen zusammen zu setzen macht aber auch keinen Spaß. Bei Elektor kriegt man die Teile auch nicht mehr. Dafür dass das ganze ein Open Source Projekt ist findet man auch erstaunlich wenig Informationen dazu im Netz. Die Firmware ist wohl Open Source, kommt man aber nur als Elektor Mitglied ran. Die Hardware war wohl auch mal als open source (sog "Handheld Open Source") geplant. Ob das jemals so freigegeben wurde lässt sich nicht mehr recherchieren. Von den Erbauern gibts noch Reste alter Homepages im Netz. Die Projektseite gibts aber nicht mehr. Überall wo mal was in der Richtung war wird man nur zum Diamex Shop weitergeleitet. Dort gibt es zu dem Ding auch nix zu erfahren und außer dem DXM Modul auch nichts zu kaufen.
Ich hoffe mal euer Projekt erliegt nicht der Kommerzialisierung wie dieses Projekt.

Das DXM-Modul für knapp 30€ find ich nebenbei auch etwas überteuert. Is ja nur ein oller Microcontroller, CAN-Treiber, K/L-Treiber und Ansteuerung für ISO Bus drauf. Sind alles letztendlich Cent-Bauteile.
Auf sowas sollte man eigentlich verzichten und lieber selber ne kleine Schaltung zusammenschustern.

Euer Projekt besteht zum Glück aber hauptsächlich aus Software mit der man ja auch mit seinem ELM-Billigst-Klon spielen kann wenn man will. :D


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BeitragVerfasst: Samstag 17. September 2016, 14:24 
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Registriert: Sonntag 26. Juni 2016, 08:14
Beiträge: 2
Hallo Fred

(da hat wohl die Notification nicht geklappt, ich hab Deine Antwort nicht mitbekommen :? )

Ja, Du hast Recht, der Donglepreis steht in keinem Verhältnis zu seinen Konkurrenten; aber das ist dem Umstand geschuldet, dass er nur in geringen Mengen in Deutschland hergestellt wird und wir froh sind, überhaupt einen Hersteller gefunden zu haben, der sich auf so wackelige Geschäftsideen einlässt. Die Firmen nämlich, die den Dongle kaufen, habens vorher mit Selberlöten versucht, sind grandios gescheitert und kaufen jetzt lieber fertig und getestet, das ist immer noch billiger als die Bastelstunden ihrer Angestellten..

Den Link zur Bauanleitung habe ich jetzt auch aktualisiert, der zeigte noch auf das Googlecode Repository, aber den Dienst hat Google in der Zwischenzeit eingestellt. Die Hardware selber ist auch an den DXM/Elektor NG angelehnt, die beide vom selben Berliner Entwickler stammen. Unsere Firmware erkennt und läuft auch immer noch auf DXMs, mit denen wir damals gestartet waren, aber wir brauchten dann zwei per Programm umschaltbare CAN Busse, und so entstand unsere eigene Hardware. Ebenso mussten wir die Firmware komplett selber schreiben, weil wir im Gegensatz zum ELM für alle möglichen Moduladressen volle UDS Packetlänge brauchten, und beides kann ein normaler ELM nicht; UDS läuft nur auf bestimmten Adressen, und bei den meisten ELMs ist spätestens bei 12 Frames Feierabend, was die Größe des Empfangsbuffers betrifft.

Und was die Centbeträge der Bausteine betrifft, so ist das leider nur so, wenn man die Chips gleich kiloweise einkauft, auch wenn sich das jetzt durch den IoT Boom schon deutlich verbessert hat. Trotzdem kostet bei kleinen Mengen alleine der BT-Chip schon mehr als ein kompletter ELM aus China incl. Versand.

Und der unfertige Aufbau der Website ist auch ein Nebeneffekt des Kreises, in dem wir uns drehen: Keine Bekanntheit, keine Mitarbeiter, keine Stückzahl, dadurch hohe Preise ===> und dadurch keine Bekanntheit, keine Mitarbeiter, usw...

Aber ich will nicht jammern, sondern nur mal so ein bisschen von den Problemen kleiner Projekte berichten, die im Vergleich zu solchen Mega- Open-Source Communities wie Mozilla oder Linux völlig im Grundrauschen verschwinden -
aber vielleicht findet sich ja doch mal irgendwo die Nachfrage nach einem Diagnose- Baukastensystem mit austauschbarer Intelligenz im Vergleich zu monolithischen Anwendungen, die immer nur eine Sache können ;-)

Schaun wir mal..


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