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WBH-Diag LCD - Diagnosetool für Fahrzeuge von VAG zur permanenten Anzeige von Fahrzeugdaten

Inhalt

Einführung
Funktionen
Inbetriebnahme
Meßwerte
Binärwertbeschriftung
Bedienung
Aufbau

Einführung

WBH-Diag LCD Scantool Diasgnosetool OBD

Das WBH-Diag LCD ist speziell für Fahrzeuge von VAG (VW, Audi, Skoda, Seat usw.) mit dem Diagnoseprotokoll KW 1281 konzipiert (bzw. für baugleiche Fahrzeuge, die Steuergeräte von VAG nutzen). Im Gegensatz zu OBD-2 greift das WBH-Diag LCD auf die herstellerspezifischen Diagnosedaten zu (wie z. B. auch die Software WBH-Diag oder VAG-COM).

Damit wird dem Wunsch vieler Autofahrer entsprochen, die ihr älteres Fahrzeug, welches noch nicht über OBD II verfügt, auch mit einem Bordcomputer bzw. einer Multifunktionsanzeige (MFA) nachrüsten wollen.

Das WBH-Diag LCD reiht sich in die Gruppe der handlichen Selbstbaugeräte zur permanenten Anzeige von Fahrzeugmeßwerten ein, wie z. B. dem OBD II LCD. Auf dem großen Display (4 Zeilen à 20 Zeichen) können permanent bis zu 8 Meßwerte gleichzeitig angezeigt werden.

So ist es möglich, wichtige Informationen über den Betriebszustand des Fahrzeuges immer im Blick zu haben. Mit dem Multifunktionsdisplay können Sie bequem und ohne Installationsaufwand die Darstellung relevanter Sensorwerte nachrüsten. Dadurch vermeiden Sie kritische Betriebszustände wie beispielsweise einen "kochenden" Motor oder zu schnelles fahren bei kaltem Motor (-öl) und Sie können eine sparsame Fahrweise anstreben, in dem Sie im idealen Drehzahlbereich und bei geringster Motorlast fahren - fast schon ECO-Tuning.

Video bei YouTube

Ideal für jeden Bastler, Tüftler, Tuner und den normalen Autofahrer, der mehr wissen will, als das, was einem ab Werk geboten wird.

Warnsymbol MIL Sobald ein Fehler im Fahrzeug gespeichert wird, erscheint auf dem LCD ein deutlicher Hinweis: An erster Position wird ein invertiertes Ausrufezeichen im Wechsel mit einem Werkzeugschlüsselsymbol und der Text "Diagnose" angezeigt.

Wie bei einem professionellen Diagnose-Scantool können Sie mit dem Display auch zusätzlich sämtliche im Steuergerät abgelegten Fehlercodes abfragen, die vom Eigendiagnosesystem des Fahrzeuges erkannt wurden. So wissen Sie genau, welche Bauteile beschädigt sind und fahren nicht unwissend weiter und beschädigen ggf. weitere Systeme, weil Sie den Fehler nicht vom Fahrzeug angezeigt bekamen. Nach erfolgter Reparatur können Sie die Fehlerspeicher mit dem WBH-Diag LCD sogar wieder löschen.

Das Modul ist mit drei verschiedenen Displays bestückbar, so daß Sie Ihr Gerät individuell passend zur vorhanden Armaturenbeleuchtung etc. konfigurieren können:

Display DIP204 Display DIP204 Display DIP204

  • Gelb-grün beleuchteter Hintergrund/schwarze Schrift. Ideal für ältere Fahrzeuge mit der früher weit verbreiteten grünen Armaturenbeleuchtung.
  • Weiß beleuchteter Hintergrund/schwarze Schrift. Optimale Ablesequalität auch bei schwierigen Lichtverhältnissen wie direkter Sonneneinstrahlung. Durch die Eigenanfertigung dünner farbiger Filterscheiben (z. B. aus farbiger Folie) können auch weitere Farben realisiert werden. Bspw. Amber oder Rot (Audi).
  • Blau beleuchteter Hintergrund/weiße Schrift. Passend zur modernen Optik bei VW und ein optisches Highlight.

Funktionen

Die Funktionen des WBH-Diag LCD sind zwar ähnlich denen der OBD II LCDs, aber dennoch unterschiedlich!

  • Freie Wahl, welches Steuergerät ausgelesen werden soll (1..99).
  • Bis zu acht Meßwerte/Texte gleichzeitig annähernd in Echtzeit - individuell konfigurierbar.
  • Frei und individuell gestaltbare Beschreibungstexte.
  • Extreme Großdarstellung eines einzelnen Meßwertes für optimale Ablesequalität und gleichzeitig zwei normale Meßwerte/Texte.
  • Je nach Fahrzeug und Steuergerät sind unterschiedliche Sensorwerte verfügbar:
    • Geschwindigkeit
    • Drehzahl
    • Kühlmitteltemperatur (bei Diesel oft Öltemperatur)
    • Einlaß-Lufttemperatur
    • Motorlast
    • Uhrzeit
    • Tankinhalt
    • Momentanverbrauch
    • Batteriespannung
    • und viele weitere...
  • Zusätzliche Meßwerte und Berechnungen (Steuergeräteunabhängig):
    • Batteriespannung
    • Warnung bei gespeicherten Fehlern (DTCs)
    • 2 Temperatursensoren (Genauigkeit Typ. ± 2 °C): z. B. für Innen- und Außentemperatur. Sie können die Sensoren auf der Platine einbauen (Innentemperatur) oder über ein zweiadriges Anschlußkabel an beliebiger Stelle am Auto. Im Forum finden Sie einen Beitrag, wie Sie bei sich ggf. sogar einen Öltemperatursensor nachrüsten können.
  • Zusatzfunktionen:
    • Momentanverbrauchsberechnung in l/h bzw. l/100 km
    • Grenzwertüberwachung: Warnton und/oder LED warnen Sie bei unter oder überschreiten eines frei definierbaren Grenzwertes eines Meßsensors. So können Sie sich zum Beispiel bei überschreiten einer bestimmten Geschwindigkeit warnen lassen, um sich vor Strafzetteln zu schützen. Oder Sie lassen sich vor möglichem Glatteis warnen, wenn die Außentemperatur unter einen von Ihnen eingestellten Wert (üblicherweise 4 °C) fällt. Liegt der überwachte Meßwert wieder im Soll, erlischt die Warnung. Die Grenzwertüberwachung ist unabhängig von den angezeigten Sensorwerten aktivierbar.
    • Diagnosefunktion: Auslesen aller gespeicherten Fehlercodes
    • Löschen aller gespeicherten Fehlercodes etc.
    • Kalibrierung der eigenen Spannungsmessung
    • Kalibrierung der Temperaturmessung
  • Zweisprachig: Deutsch/Englisch jederzeit wählbar
  • Adaptive Displayhelligkeit: Display wird automatisch bei wenig Umgebungslicht abgedunkelt, um die Blendwirkung zu verringern
  • Modernes blaues oder (besonders gut bei direkter Sonneneinstrahlung abzulesendes) weißes Display. Für ältere Fahrzeuge gibt es auch ein amberfarbene/grünes LCD.
  • Einbau in kleines Gehäuse (ca. 129 x 40 mm) oder individueller Einbau in die Fahrzeugarmaturen möglich
  • Einfachste Inbetriebnahme: einfach in die OBD II Buchse oder an den VAG 2x2 Anschluß des Fahrzeuges stecken
  • Sehr geringer Stromverbrauch: weniger als 40 mA im Betrieb

In Version B.1 sind neben kleinen Fehlerkorrekturen vor allem weitere interessante Funktionen hinzugekommen (in der Bedienungsanleitung sind diese gut an den grünen Displayfotos zu erkennen):

  • Es können nun alle Steuergeräte ausgewählt und angesprochen werden (Steuergerätenummer 1..99).
  • Es können zwei wichtige interne Timingparameter individuell angegeben werden, um bei Steuergeräten mit etwas untypischem Timingverhalten die Verbindung zu stabilisieren.
  • Ausgabe der aktuellen Steuergerätkennung.
  • Es ist möglich, aus der momentanen Geschwindigkeit eine Durchschnittsgeschwindigkeit zu ermitteln.
  • Ebenso kann aus dem Momentanverbrauch ein Durchschnittsverbrauch berechnet werden. Beide Durchschnittswertberechnungen lassen sich jederzeit zurücksetzen und so neu starten.
  • Integration eines Labelfiles: 10 (binären) Meßwerten eines Meßwertblocks lassen sich individuell konfigurierbare Klartexte zuordnen. Anstatt eines Zahlencodes wird dann der jeweilige Text angezeigt.

Version B.3 unterstützt nun auch sehr exotische Antworten von Steuergeräten, die bisher nicht ausgewertet werden konnten. Dazu gehören bspw. Textzeichen, die direkt vom Steuergerät geliefert werden. Die dabei gesendeten Lookup-Tabellen und Werte können bisher aber nur in geringem Umfang ausgewertet werden. Beim Laborsteuergerät Automatikgetriebe 01M 927 733 F können so z. B. die Getriebeöltemperatur, die Batteriespannung, der mit dem Wahlhebel gewählte Gang und die aktuelle Getriebestufe ausgelesen werden. Der Empfang dieser Daten ist sehr zeitaufwendig (zumal das Steuergerät mit nur 1.200 Baud arbeitet) und verzögert die Displaydarstellung stark - erst Recht, wenn mehrere Werte angezeigt werden. Textzeichen können grundsätzlich nicht in der Großdarstellung dargestellt werden, sondern werden dabei dann auch als normal große Zeichen gezeigt.
Weiterhin ist es nun möglich, die Gruppenangabe für ECU Daten dreistellig im Bereich 1..240 einzugeben.


Vergleichen Sie selbst:

Großes Display mit 4x20 Zeichen
Unterstützung aller Meßwerte eines Steuergerätes (Gruppe 1..240)
Zugriff auf alle Steuergeräte 1..99
Durchschnittsgeschwindigkeit und -verbrauch
Labelfile für Binärwertbeschriftungen
Individuelle Texteingabe zur Beschriftung
Frei konfigurierbare Meßwertdarstellung: 1 bis 8 Meßwerte gleichzeitig
Eine Version für alle Fahrzeuge (VAG + KW 1281)
Extra große Meßwertdarstellung für beste Ablesbarkeit
Zweisprachig: Menüführung jederzeit umstellbar zwischen Deutsch und Englisch
2 zusätzliche Temperatursensoren
Messung der Bordspannung
Öltemperaturmessung zusätzlich möglich (s. Forum)
Grenzwertwarnung frei konfigurierbar mit LED und Buzzer
Scan Tool Diagnosefunktion: Auslesen aller gespeicherten herstellerspezifischen Fehlercodes
Löschen aller gespeicherten herstellerspezifischen Fehlercodes
Adaptive Displayhelligkeit
3 Displaygrundfarben wählbar: grün, blau, weiß. Mit farbigen Filterscheiben erweiterbar.
Automatische Ein- und Abschaltung des Displays
Einfache Installation: Nur in die Diagnosebuchse stecken

Beispiel für die Anzeige eines Meßwertes in extra großer Darstellung kombiniert mit einem normal großen Wert und einem selbstdefinierten Text.

Das Gerät unterstützt keine Beschleunigungsmessung, da dies keinen Sinn macht, da bei KW1281 keine genaue Info über die Geschwindigkeit des Fahrzeuges von den Steuergeräten geliefert wird. Siehe: Besonderheiten.

Meßwerte

Bei KW 1281 können in jedem Steuergerät beliebige Sensorwerte etc. verfügbar sein. In den meisten Fällen liefert das Motorsteuergerät die meisten Daten, gefolgt vom (nicht zwingend vorhandenen) Steuergerät für das Kombiinstrument (die Tachoeinheit im Cockpit). Die anderen Steuergeräte liefern zwar auch Daten, sind aber eher selten vorhanden und die Daten sind auch i. d. R. nicht so spannend.
Es gibt weder einen Standard, welche Werte verfügbar sind, noch in welcher Reihenfolge sie abgelegt sind. Das Steuergerät liefert auch keine Informationen darüber, welche Bedeutung ein Meßwert hat. Es wird nur die Berechnugsmodalität gemeldet, weshalb das WBH-Diag LCD auch nur die Maßeinheit, nicht aber darüber hinausgehende Beschriftungen anbieten kann.
Um das Konzept besser zu verstehen, werfen Sie einen Blick in die Ausgabe eines Diagnoseprogramms wie WBH-Diag (bitte beachten: es handelt sich um exemplarische Meßwerte, die je nach Steuergerät anders ausfallen können):

WBH-Diag Screenshot

Die Meßwerte sind in Gruppen gegliedert, die jeweils vier Blöcke mit Werten beinhalten. Im Beispiel werden die Gruppen 1, 2, 3 und 4 angezeigt (je Gruppe eine Zeile, Gruppennummer ganz links in den Eingabefeldern). Die vierte Gruppe liefert bspw. in den vier Blöcken folgende Daten:

  1. Motordrehzahl
  2. Batteriespannung
  3. Kühlmitteltemperatur
  4. Öltemperatur
Wie man sieht gibt es Werte mermals, da auch auch andere Gruppen die Drehzahl etc. liefern. Die Daten in den grünen bzw. blauen Feldern kann das Display ausgeben. Die darüber stehenden Beschriftungen nicht, können aber von Ihnen bei der Displaykonfiguration erstellt werden.

Aus welcher Gruppe sie nun beim WBH-Diag LCD einen Meßwert abrufen, ist völlig egal. Sie können die Gruppen 1..240 einstellen und jeweils einen der vier Blöcke wählen. Bei der Displaykonfiguration sieht das dann z. B. wie abgebildet aus (wobe ab version B.3 der Gruppenwert dreistellig ist): Es wird Gruppe 01 und aus dieser Block 2 eingestellt (die Kühlmitteltemperatur beim gezeigten Steuergerät).

Um die Konfiguration Ihrer Multifunktionsanzeige zu vereinfachen, empfiehlt es sich, zuerst einmal mit einem Diagnosetool wie WBH-Diag festzustellen, welche Werte Sie interessieren und wo diese gespeichert sind. Dann können Sie bei der Displaykonfiguration direkt die gewünschten Block-/Gruppen-Werte einstellen.

Binärwertbeschriftung

Um die neue Funktion der Binärwertbeschriftung mittels Labelfile verstehen zu können, ist ein weiterer Einblick in die Daten notwendig, die vom Steuergerät geliefert werden können.
Es gibt Meßwertblöcke, die zwei Zahlenwerte liefern, die dann aber nicht in einen Meßwert umgerechnet werden. Stattdessen repräsentieren einzelne Zahlenwerte dann bestimmte Systemzustände. Derartige Werte werden in WBH-Diag und WBH-Diag LCD als "A:xxx B:xxx" angezeigt. Im oben gezeigten Screenshot liefert beispielsweise Block 4 in der Gruppe 01 einen solchen Wert. Andere Programme wie VAG-COM zeigen teilweise nicht die Zahlen an, sondern interpretieren die Werte und geben dann direkt einen Klartext für den jeweiligen Betriebszustand aus. Ein Blick in das zum jeweiligen Steuergerät passende Labelfile von VAG-COM (Unterordner Labels) kann hilfreich sein, wenn es um die Analyse der Werte geht. Für die Binärwertbeschriftung in WBH-Diag LCD ist nur der Bytewert B relevant.
Exemplarisch soll das Prinzip veranschaulicht werden: Das Motorsteuergerät 074906018 liefert beispielsweise in Gruppe 06, Block 02 einen Wert, der u. a. die Betätigung von Brems- (Brake) und Gaspedal (Clutch) sowie des Tempomatwahlhebel (Cruise Control) signalisiert. Schaut man im VAG-COM Labelfile nach, findet man folgende Info:
01 0000 = Brake pedal operated
10 0000 = Clutch pedal operated
00 0000 = Cruise Control OFF and no pedals operated
00 0001 = Cruise Control ON
00 0101 = Speed SET(ting)
00 1001 = Speed RES(ume)
01 0001 = Brake pedal switch F47 open, brake pedal operated
10 0001 = Clutch Pedal switch F36 open, clutch pedal operated
Die vordere Angabe ist der Bytewert in Binärschreibweise. Wird das Bremspedal bedient, signalisiert dies eine 1 an 5. Position. Die Betätigung des Kupplungspedals wird durch eine 1 an 6. Position markiert. Solange der Tempomat aus ist und kein Pedal bedient wird, ist kein Bit 1 (gesetzt). Zu beachten ist, daß es durchaus möglich ist, daß sowohl Brems, als auch Kupplungspedal gleichzeitig bedient werden (zusätzlich sind noch weitere Kombinationen durch den Tempomaten möglich). In diesem Fall werden die jeweiligen Bits wie zuvor schon (zusammen) gesetzt (es handelt sich um eine ODER-Verknüpfung). Das Ergebnis lautet dann:
11 0000 = Bremse+Kupplung
Anders sieht es beispielsweise bei einem Automatikgetriebe (bspw. 01M927733) aus: Hier kann es nicht sein, daß mehrere Schaltzustände gleichzeitig aktiv sind.

Mit Hilfe des Windows (Taschen-) Rechners (Ansicht/Wissenschaftlich) können nun Binärwerte in Dezimalwerte umgerechnet werden. Für die drei Fälle von Brems- und Gaspedal ergeben sich dann folgende Werte:

16 = Bremse
32 = Kupplung
48 = Beide Pedale
Jetzt haben Sie drei Werte für Ihre eigene Binärwertbeschriftung ermittelt. Für jeden dieser drei Werte geben Sie eine Binärwertbeschriftung ein. Insgesamt können Sie bis zu zehn Werte individuell mit jeweils zehn Zeichen beschriften. Das Labelfile können Sie einem (einzigen) Meßwertblock (Kombination aus Gruppennummer und Blocknummer) zuweisen. Wenn Sie dann bei der Displaykonfiguration diesen Meßwertblock anzeigen lassen (ECU Daten), wird der Wert für die zweite Zahl ("B") mit den Angaben in Ihrem Labelfile verglichen. Der zum gelieferten Wert passende Text wird dann ausgegeben. Liegt bei der Binärwertbeschriftung kein Text für diesen Zahlenwert vor, wird die übliche Ausgabe "A:xxx B:xxx" verwendet. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn Sie den Tempomaten aktivieren. Dann wird nämlich noch das 1. Bit gesetzt. Treten Sie nun noch auf die Bremse, ergibt dies:
01 0001 = 17 = Bremse+Tempomat
Solange Sie keine Binärwertbeschriftung für den Wert 17 angeben, wird in diesem Fall "A:xxx B:017" ausgegeben.

Inbetriebnahme

Für den Betrieb muß Ihr Fahrzeug die herstellerspezifische Diagnose von VAG mit dem Protokoll KW1281 beherrschen. Steuergeräte, die auf die L-leitung zur Reizung angewiesen sind, werden nicht unterstützt. Für herstellerunabhägige Diagnose mit genormtem ISO Protokoll nutzen Sie bitte das OBD 2 LCD Modell C. In der Fahrzeugliste können Sie sehen, an welchen Fahrzeugen das Display schon getestet wurde oder welches Protokoll Ihr Fahrzeug nutzt. Steht Ihr Fahrzeug nicht in der Liste, heißt es nicht, daß das Display nicht arbeiten wird, sondern nur, daß mir bisher keine Informationen vorliegen.

Bitte beachten Sie die zahlreichen Hilfen und Informationen: FAQ, Diskussionsforum, Löten und Datenblatt zum jeweiligen LCD Modul. .

Das Display basiert hardwaremäßig auf dem OBD II LCD Modell C und unterscheidet sich lediglich in der Software, die im ATmega Mikrocontroller eingebrannt wurde. Die Version A.2 behebt einige kleine Probleme - u. a. klappt der Verbindungsaufbau nun besser mit einigen Steuergeräten.

Eingebaut werden kann das aufgebaute Modul in ein separat erhältliches Gehäuse vom Typ 2090, welches schon den notwendigen Ausschnitt für das LCD und ein Loch für den Taster und die LED besitzt. Alternativ kann das Gerät auch direkt im Auto hinter einer vorhandenen Blende o. ä. eingesetzt werden.

VAG 2x2 Wenn Sie einen OBD II Stecker an das Modul angeschlossen haben, brauchen Sie diesen nur in die OBD II Buchse des Fahrzeuges zu stecken (so weit vorhanden).

Ältere Fahrzeuge besitzen einen als VAG 2x2 Stecker bezeichneten Anschluß, der sich meistens im Motorraum befindet. Stecken Sie zuerst den weißen Stecker ein, damit die Datenverbindung besteht, wenn Sie den schwarzen Stecker für die Versorgungsspannung anschließen.

Alternativ können Sie auch die drei Anschlußleitungen (Fahrzeugspannung +12V, Masse und K-Leitung) direkt an entsprechende Leitungen im Fahrzeug anschließen, wenn der Stecker stören würde. Beachten Sie bitte, daß das Modul durch abziehen des Steckers oder durch Trennen mittels separatem Schalter (K-Leitung oder +12 V) deaktiviert werden muß, wenn andere Diagnosegeräte angeschlossen werden sollen.

Jedesmal sobald der Stecker eingesteckt wird, piept der Buzzer ganz kurz und das Display leuchtet auf und zeigt den Begrüßungsbildschirm mit Programmname, Versionsnummer und dem Hinweis, welches Steuergerät gesucht wird. Wird kein Steuergerät gefunden, weil die Zündung aus ist oder das Display nicht mit dem Fahrzeug zusammenarbeiten kann, erlischt die Anzeige und das LCD wird dunkel.
Das Gerät versucht nun, sich immer wieder mit dem Steuergerät zu verbinden. Das kostet nur minimal Strom und entlädt die Fahrzeugbatterie nicht merklich. Schalten Sie die Zündung an, wird nach einer kurzen Weile (bis zu ca. 10 Sekunden) das Display aktiviert, wenn das Modul nun mit dem Steuergerät kommunizieren kann (ansonsten bleibt es dunkel) Der Buzzer piept kurz und die LED blinkt kurz auf. Anschließend werden die Meßwerte gezeigt.
Wenn Sie anschließend den Motor starten kann es sein, daß das Display erneut eine Verbindung zum Steuergerät herstellen muß. Das ist völlig normal und unproblematisch. Sie können Ihren Wagen wie gewohnt starten ohne auf das Display achten zu müssen. Nach dem Abstellen der Zündung schaltet das Display sich automatisch ab. Dies kann bei einige Fahrzeugen ca. eine Minute dauern, da das Steuergerät noch kurzzeitig weiter arbeitet.

Sobald im Fehlerspeicher mindestens ein Fehler abgelegt ist, erscheint an der ersten Displayposition ein Hinweis zusammen mit dem wechselnden Werkzeugschlüsselsymbol. An den sieben restlichen Anzeigeplätzen werden weiterhin die eingestellten Parameter ausgegeben.

Bedienung (Version B.1 + B.3)

Vorversion (A.2) als PDF (ca. 300 KB).

  • Bei der ersten Inbetriebnahme (erstes mal Spannung anlegen) oder nach dem Zurücksetzen der Konfiguration (Taste beim Einschalten drücken) erkennt das Display, daß noch keine Sprachauswahl getroffen wurde und Sie können die Sprache festlegen: Durch drücken der Taste können Sie den nächsten Auswahlpunkt markieren. Wurden alle Einträge durchlaufen, wird wieder beim ersten Eintrag begonnen. Wenn Sie ein paar Sekunden die Taste nicht drücken, wird die gerade markierte Auswahl übernommen. Dies geschieht auch, wenn Sie die Taste nicht drücken; dann ist als Sprache Deutsch gewählt. Sie können die Spracheinstellung jederzeit über das Menü (siehe unten) ändern.

  • Bei der ersten Inbetriebnahme ist auch eine Wahl des Steuergerätes notwendig, mit dem sich das Modul verbinden soll. Die Vorgehensweise und Parameter werden weiter unten beschrieben.

  • Das Display zeigt den Begrüßungsbildschirm und die Adresse des Steuergerätes, mit dem sich das Modul verbinden wird (im Beispiel Adresse 01 für Motorsteuergerät). Wenn Sie die Adresse ändern wollen, drücken Sie die Taste, solange der Hinweistext zu sehen ist. Wenn Sie keine Taste drücken, wird nach ca. 2 Sekunden mit dem Verbindungsaufbau begonnen.

  • Die zunehmende Anzahl an Punkten weist auf die Suche nach dem eingestellten Steuergerät hin. Wird das Steuergerät nicht gefunden, schaltet sich das Display nach 30 Sekunden ab. Die erste Suche nach einem (neu) eingestellten Steuergerät kann länger dauern. Wurde das Gerät gefunden, merkt sich das Modul die notwendigen Verbindungsdaten und stellt später die Verbindung ggf. schneller her.

  • Wurde das Display bisher nicht genutzt oder zurückgesetzt, erscheint ein Hinweis darauf, daß Sie die dargestellten Meßwerte einstellen müssen. Drücken Sie einmal kurz auf die Taste.

  • Die nun folgende Konfiguration ist identisch mit der späteren Umkonfiguration über den Menüeintrag Displaykonfig.

  • Der Cursor blinkt an der Position für die jetzt der anzuzeigende Meßwert eingestellt werden kann.
  • Wenn Sie ein paar Sekunden die Taste nicht drücken, wird die Einstellung übernommen und die nächste Darstellungsposition angesprungen bzw. die Konfiguration beendet, wenn alle verfügbaren Positionen durchlaufen wurden.

  • Folgende Optionen sind verfügbar und werden der Reihe nach umlaufend angezeigt:

    • ECU Daten: Wählen Sie diese Option, wenn Sie an dieser Displayposition Daten vom Steuergerät anzeigen wollen. Welche Daten gezeigt werden sollen, wird anschließend eingestellt (s. u.).

    • Beschrift.: Nachfolgend können Sie einen zehn Zeichen langen Text an dieser Position eingeben.

    • Batterie: Zeigt die Batteriespannung an, die von der Hardware des WBH-Diag LCDs gemessen wird. Diese ist unabhängig vom Steuergerät und kann kalibriert werden (s. u.).

    • Außentemp.: Zeigt die Temperatur an, die von der Hardware des WBH-Diag LCDs gemessen wird (Sensor Temp2). Diese ist unabhängig vom Steuergerät und kann kalibriert werden (s. u.).

    • Innentemp.: Zeigt die Temperatur an, die von der Hardware des WBH-Diag LCDs gemessen wird (Sensor Temp1). Diese ist unabhängig vom Steuergerät und kann kalibriert werden (s. u.).

    • Verbrauch: Wenn das Steuergerät Meßwerte für den Verbrauch in l/h und die Fahrzeuggeschwindigkeit liefern kann, dann ist es möglich, den momentanen Verbrauch in der üblichen Einheit l/100 km zu berechnen. Über das Menü müssen Sie dazu im Bereich Verbrauchswerte die notwendigen Meßwerte lokalisieren (s. u.). Die Verbrauchsberechnung verzögert die Ausgabe ein wenig, da zwei Meßwerte abgefragt werden müssen. (Nur) Wenn der Verbrauch angezeigt wird, erfolgt auch automatisch die Durchschnittsberechnung für die beiden Ausgaben der Durchschnittswerte.

      Ab einer Fahrzeuggeschwindigkeit von 5 km/h wird der Verbrauch in l/100 km angezeigt ("l100").

      Bei geringerer Fahrzeuggeschwindigkeit wird der Verbrauch in l/h angezeigt.

    • ØVerbrauch: Gibt den durchschnittlichen Treibstoffverbrauch an. Es ist zwingend notwendig, daß hierfür an einer beliebigen Displayposition auch die normale Verbrauchsangabe (Verbrauch) dargestellt wird, da nur dann eine Ermittlung der Durchschnittswerte erfolgt. Siehe auch Reset Ø-Berechnung.

    • ØGeschwin.: Gibt die durchschnittliche Fahrzeuggeschwindigkeit an. Es ist zwingend notwendig, daß hierfür an einer beliebigen Displayposition auch die normale Verbrauchsangabe (Verbrauch) dargestellt wird, da nur dann eine Ermittlung der Durchschnittswerte erfolgt. Siehe auch Reset Ø-Berechnung

      Ausgabe des Durchschnittverbrauchs (rot) und der Durchschnittgeschwindigkeit (blau).

  • Hatten Sie ECU Daten eingestellt, wird in einem zweiten Schritt abgefragt, welchen vom Steuergerät gesendeten Datenwert Sie angezeigt bekommen möchten. Dazu geben Sie die gewünschte Gruppe dreistellig (01..240) und den Block einstellig (1..4) ein.
    Der Cursor zeigt, an welcher Position Sie gerade stehen. Durch drücken der Taste können Sie für diese Position eine Zahl wählen (0..9 bzw. 1..4). Nachdem Sie bei 9 bzw. 4 angelangt sind, wird wieder bei 0 bzw. 1 begonnen. Geben Sie ggf. an erster Stelle eine 0 ein. Drücken Sie die Taste ein paar Sekunden nicht, wird die nächste Position angesprungen bzw. die Eingabe abgeschlossen.
    Das Display prüft nicht, ob Ihre Eingabe sinnvoll ist. Kann der eingestellte Wert später nicht ermittelt werden, da er vom Steuergerät nicht unterstützt wird, erscheint an dieser Position ein Hinweis (s. u.).

  • Hatten Sie Beschrift. eingestellt, folgt nun die Eingabe von zehn Zeichen.
    Liegt bisher noch keine Konfiguration vor, wird "AAAAAAAAAA" angezeigt. Ihre Eingabe wird im Mikrocontroller dauerhaft abgespeichert und bei späteren Änderungen wird der Text angezeigt, der zuletzt für diese Displayposition gespeichert wurde.
    Der Zeichensatz umfaßt folgende Zeichen in dieser Reihenfolge:
    A..ZÄÖÜa..zäöüß@[]° !"#¤%&'()*+,-./0123456789:;<=>?¡
    
    Mit jedem Tastendruck wird das nächste Zeichen reihum eingestellt. Der Cursor zeigt die aktuelle Position an. Nach ein paar Sekunden ohne drücken der Taste wird die nächste Position angewählt bzw. die Eingabe nach dem letzten Zeichen abgeschlossen.

  • Befinden Sie sich an der dritten Position (2. Zeile/1. Spalte), dann wird zusätzlich abgefragt, ob Sie den zuvor eingestellten Wert in normaler Größe (Größe: S = 10 Zeichen) oder extra groß (Größe: XL = dreizeilige Zahl ohne Einheit) angezeigt bekommen möchten (es sei denn, Sie haben für diese Position Beschrift. gewählt).
    Die Darstellungsauswahl ändert sich bei jedem Tastendruck und wird übernommen, wenn Sie ein paar Sekunden keine Taste drücken.
    Wenn Sie XL einstellen, können Sie für die folgenden Displaypositionen keine weiteren Parameter einstellen und die Konfiguration ist abgeschlossen.
    Im Gegensatz zum OBD II LCD können Sie parallel zur Großdarstellung die erste Zeile individuell nutzen und in dieser wie gewohnt zwei Parameter einstellen. So können Sie die erste Zeile zur Beschriftung oder zur Meßwetranzeige nutzen.

  • Nachdem alle Displaypositionen durchlaufen wurden, sind die Einstellungen gespeichert und werden zukünftig verwendet. Das Display zeigt nun endlos die Meßwerte an. Die Konfiguration kann jederzeit geändert werden.

  • Drücken Sie während der Meßwertanzeige die Taste etwas länger, bis das Menü erscheint.
  • Durch drücken der Taste können Sie den nächsten Menüpunkt markieren. Wurden alle Menüeinträge durchlaufen, wird wieder beim ersten Eintrag begonnen. Wenn Sie ein paar Sekunden die Taste nicht drücken, wird der gerade markierte Menüpunkt ausgewählt.

  • Wählen Sie den Eintrag Abbruch/Zurück, wenn Sie das Menü verlassen und wieder zur Meßwertanzeige zurückkehren wollen.

  • Wählen Sie Fehler anzeigen, um sich alle gespeicherten Fehler im aktuellen Steuergerät anzeigen zu lassen.

  • Der erste Bildschirm zeigt eine Übersicht, wieviele Fehler (DTC: diagnostic trouble codes) abgelegt sind. Drücken Sie die Taste, um den ersten Fehlercode zu sehen.

  • Die Fehlercodes entsprechen den Konventionen von Volkswagen. Zuerst kommt der Fehlercode, dem (durch einen Bindestrich getrennt) der Code für den Status bzw. die Fehlerursache folgt. Im Beispiel wird der erste von fünf Fehlern angezeigt. Fehlercode: 18010, Status: 163. Mit jedem Tastendruck wird der nächste Fehler angezeigt.

    Eine gute Anlaufstelle, um herauszufinden, was genau eine Fehlermeldung bedeutet, welche Ursachen und Lösungsmöglichkeiten es gibt, finden Sie auf den folgenden Webseiten:

    Nach der Anzeige des letzten Fehlercodes gelangen Sie nach dem Tastendruck zurück zur Meßwertanzeige.

  • Nachdem Sie das Menü (wieder) aufgerufen haben, können Sie die Fehlercodes auch löschen. Bitte beachten Sie, daß dadurch wichtige Serviceinformationen verloren gehen und auch andere Fehlerspeicher und der Readinesscode zurückgesetzt wird. Sie können nur alles löschen, nicht einzelne Fehler. Löschen Sie die Fehler nur, wenn Sie die Fehlerursache wirklich behoben haben. Wählen Sie Fehler löschen.

  • Es erscheint eine Sicherheitsabfrage. Wählen Sie analog zur Menüauswahl Ja aus, wenn Sie wirklich den Fehlerspeicher löschen wollen. Mit Nein/Abbruch kehren Sie zur Meßwertanzeige zurück. Nach dem Löschen kehrt das Programm in die Meßwertanzeige zurück. Ggf. können Sie durch (erneutes) anzeigen der gespeicherten Fehler überprüfen, ob sämtliche DTCs gelöscht wurden oder neue eingetragen sind.

  • Nachdem Sie das Menü (wieder) aufgerufen haben, können Sie die Kalibrierung für die Spannungsmessung durchführen: Spannungskalibr. Die Spannungsmessung zeigt an, wieviel Volt die Fahrzeugbatterie liefert bzw. wie hoch die Bordspannung ist. Die Messung erfolgt mit einer einfachen Schaltung, die keine hohe Genauigkeit erlaubt und nur einen groben Richtwert liefert. Um den angezeigten Wert zu optimieren, kann die Schaltung mit Hilfe eines zusätzlichen Spannungsmessers (Multimeter) kalibriert werden.

  • Schalten Sie nur die Zündung ein, kein Motorlauf. Schalten Sie alle Verbraucher (Lüftung, Radio usw.) aus. Messen Sie mit einem geeigneten Meßgerät die Spannung an der Fahrzeugbatterie.

  • Sie können nun die gemessene Spannung eingeben, damit das WBH-Diag LCD die interne Spannungsberechnung anpassen kann. Die gemessene Spannung wird in zwei Vorkomma- und zwei Nachkommastellen angegeben. Der Cursor zeigt, an welcher Position Sie gerade stehen.
  • Durch drücken der Taste können Sie für diese Position eine Zahl wählen (0..9). Nachdem Sie bei 9 angelangt sind, wird wieder bei 0 begonnen. Geben Sie ggf. an erster Stelle eine 0 ein. Drücken Sie die Taste ein paar Sekunden nicht, wird die nächste Position angesprungen bzw. nach der vierten Stelle die Eingabe abgeschlossen und zur Meßwertanzeige zurückgekehrt.

  • Nachdem Sie das Menü (wieder) aufgerufen haben, steht Ihnen die Spracheinstellung für das Display zur Verfügung: Language/Sprache.

  • Wählen Sie analog zur Menüauswahl die gewünschte Sprache aus.

  • Nachdem Sie das Menü (wieder) aufgerufen haben, können Sie die Temperaturmessung kalibrieren: Temperatur Kalibr.. Die Kalibrierung können Sie für beide Sensoren getrennt vornehmen; sie ist nur bei positiven Temperaturen möglich. Beachten Sie, daß die Sensoren sich eine Weile akklimatisieren müssen (min. 4 Minuten).

  • Messen Sie die Temperatur in der Nähe des Sensors mit einem zusätzlichen Thermometer. Die gemessene Temperatur wird in zwei Vorkomma- und einer Nachkommastelle angegeben. Der Cursor zeigt, an welcher Position Sie gerade stehen.

  • Durch drücken der Taste können Sie für diese Position eine Zahl wählen (0..9). Nachdem Sie bei 9 angelangt sind, wird wieder bei 0 begonnen. Geben Sie ggf. an erster Stelle eine 0 ein. Drücken Sie die Taste ein paar Sekunden nicht, wird die nächste Position angesprungen bzw. nach der letzten Stelle die Eingabe abgeschlossen und zur Meßwertanzeige zurückgekehrt.

  • Nachdem Sie das Menü (wieder) aufgerufen haben, können Sie die Grenzwertüberwachung konfigurieren: Grenzwert Konfig. Hier wählen Sie, welcher Meßwert in welchem Bereich überwacht werden soll.

  • Wählen Sie im ersten Schritt von drei den zu überwachenden Meßwert. Die Auswahl ist unabhängig von der Konfiguration der Meßwerte während der normalen Meßwertanzeige. Stellen Sie den gewünschten Meßwert durch Angabe der (ab Version B.3 dreistelligen) Gruppen- und Blocknummer wie bei der Displaykonfiguration für die Option ECU Daten ein.

  • Tragen Sie die untere Grenze für den Meßwert ein. Dies geschieht analog zur Spannungskalibrierung etc. Allerdings müssen Sie an erster Position das Vorzeichen einstellen: Plus oder Minus. Sie können nur ganzzahlige Werte eintragen. Wird der eingetragene Wert unterschritten (ist also der aktuelle Meßwert kleiner als der Grenzwert - nicht gleich!), wird die Grenzwertwarnung aktiviert - wenn diese eingeschaltet ist (s. u.). Sie müssen selber dafür sorgen, daß die eingestellten Werte für die Grenze sinnvoll und zum Meßwert passend sind.

  • Tragen Sie im dritten Schritt die obere Grenze für den Meßwert ein. Wird der eingetragene Wert überschritten (ist also der aktuelle Meßwert größer als der Grenzwert - nicht gleich!), wird die Grenzwertwarnung aktiviert - wenn diese eingeschaltet ist (s. u.). Die Grenzwertwarnung ist nun zwar konfiguriert, aber noch nicht aktiviert!

  • Nachdem Sie das Menü (wieder) aufgerufen haben, können Sie die Grenzwertüberwachung aktivieren: Grenzwertwarnung. Hier wählen Sie, ob und wie die Grenzwertüberwachung Sie warnen soll, wenn der eingestellte Grenzwert unter- oder überschritten wird. Haben Sie noch keine Grenzwertkonfiguration vorgenommen (z. B. nach einem Fahrzeugwechsel), sind keine Einstellungen möglich und Sie werden mit einem Hinweistext darüber informiert.

  • Im Display wird die Gruppe und Blocknummer angezeigt, welche überwacht wird. Durch drücken der Taste können Sie zwischen den verschiedenen Modi wechseln: Deaktiviert (keine Warnung), LED (nur die LED leuchtet solange auf, wie der aktuelle Meßwert unter oder über dem Grenzwert liegt), Buzzer (ein Piepton ertönt einmalig, wenn der Grenzwert erreicht wird), LED+Buzzer (die LED leuchtet solange auf, wie der aktuelle Meßwert unter oder über dem Grenzwert liegt und zusätzlich piept der Buzzer einmal). Wenn Sie die Taste einige Sekunden nicht drücken, wird die aktuelle Einstellung übernommen.

  • Wenn Sie das Steuergerät wechseln wollen, aus dem Daten und Fehler abgefragt und angezeigt werden sollen. Es ist nicht möglich, Meßwerte von mehreren Steuergeräten simultan abzufragen. Wählen Sie den Menüpunkt Steuergerätewahl.

  • Zuerst muß die Adresse des Steuergerätes eingegeben werden. Es sind Adressen von 01..99 erlaubt. Die Eingabe erfolgt als zweistelliger dezimaler Wert. Das Motorsteuergerät hat die Adresse 01, Kombiinstrument ist 23. Eine Übersicht aller Adressen finden Sie im Buch Fahrzeugdiagnose mit OBD, im Programm WBH-Diag oder dem Datenblatt zum WBH-Diag Pro

    Weiterhin können zwei wichtige Timingparameter eingegeben werden. BDT steht für Block Delay Time, IBT für Inter Byte Time. Bei Problemen im Verbindungsaufbau und während des Programmablaufs experimentieren Sie mit verschiedenen Werten, wobei die BDT sich i. d. R. gravierender auswirkt.
    Die BDT legt die Pause zwischen zwei Kommunikationsblöcken in Millisekunden fest, die vom Programm abgewartet wird. Dies entspricht der Zeit P3 in der Norm ISO 14230. Ein Wert von etwa 20..80 ist sinnvoll (erlaubt ist 00..255). Der Standardwert beträgt 80.
    Die IBT legt die Pausse fest, die zwischen dem Empfangen und Senden eines Bytes vom Programm in Millisekunden eingehalten wird. Dies entspricht der Zeit P4 nach ISO 14230. Ein Wert von 10 hat sich bewährt und ist die Standardeinstellung. Sie können den Wert zwischen etwa 0..20 variieren (erlaubt ist 00..99).

  • Nach einem Wechsel des Steuergerätes muß das WBH-Diag LCD die aktuelle Verbindung trennen und sich mit dem neuen Gerät verbinden. Dies dauert einige Sekunden. Der Verbindungsaufbau läuft analog zum regulären Start der Anzeige ab. Nach einem Wechsel des Steuergerätes wird die bisher eingestellte Displaykonfiguration genutzt. Da das neue Steuergerät mit Sicherheit andere Werte liefert, wenn die bisherigen Parameter abgefragt werden, kann es zu unlogischen Ausgaben auf dem Display kommen. Führen Sie dann einfach eine neue Displaykonfiguration durch oder ignorieren Sie die Darstellung, wenn Sie beispielsweise nur kurz die Fehler auslesen wollen und anschließend wieder zur Abfrage des vorherigen Steuergerätes zurückkehren.
    Ist das neu eingestellte Steuergerät nicht vorhanden oder das WBH-Diag LCD kann keine Verbindung zu ihm aufbauen, verhält sich das Modul genau so, wie beim ersten Verbinden: es schaltet sich dunkel und probiert immer wieder, sich zu verbinden. Mit der unten beschriebenen Rückstellmöglichkeit können Sie dann das Modul zurücksetzen und erneut ein Steuergerät wählen.

  • Nachdem Sie das Menü (wieder) aufgerufen haben, können Sie die VAG Bauteilbezeichnung des aktuellen Steuergerätes ausgeben: Steuergerät ID.

  • Es wird die Bauteilbezeichnung und die Adresse des Steuergerätes ausgegeben, mit dem das Modul derzeit verbunden ist. Drücken Sie die Taste, um wieder zur Datenanzeige zurückzukehren.

  • Nachdem Sie das Menü (wieder) aufgerufen haben, können Sie über den Menüpunkt Verbrauchswerte angeben, welche Kombination aus Gruppe und Block die Daten für die Verbrauchsberechnung (Verbrauch) liefern. Dies ist unterschiedlich und abhängig vom jeweiligen Steuergerät. Sie benötigen den Meßwert für den Verbrauch in l/h und die Fahrzeuggeschwindigkeit in km/h.

    Stellen Sie die benötigten Meßwerte durch Angabe der (hier maximal zweistelligen) Gruppen- und Blocknummer wie bei der Displaykonfiguration für die Option ECU Daten ein. Ob Ihre Angaben richtig sind, wird nicht geprüft. Stehen die notwendigen Werte nicht zur Verfügung oder geben Sie falsche Parameter ein, liefert die Verbrauchsberechnung ein falsches Ergebnis oder den Hinweis auf nicht verfügbare Daten ("Daten N/A").

  • Nachdem Sie das Menü (wieder) aufgerufen haben, können Sie über den Menüpunkt Reset Ø-Berechnung den Speicher für die Durchschnitsswerte (Verbrauch und Geschwindigkeit) löschen. Danach werden die Durchschnitsswerte wieder neu berechnet.

    Die Durchschnitsswerte werden intern gespeichert (auch bei Spannungslosigkeit des Moduls). Allerdings gilt zu beachten, daß die Werte während des Betriebes (bei leuchtendem Display) nur in einem flüchtigen Speicher gespeichert werden. Erst wenn das Modul erkennt, daß das Steuergerät ausgeschaltet ist bzw. nicht mehr mit ihm kommuniziert werden kann (Display schaltet sich aus), werden die Daten in einem dauerhaften Speicher gesichert (nun kann das Modul auch von der Spannungsversorgung getrennt werden), aus dem sie dann bei erneutem Verbindungsaufbau wieder ausgelsen werden, um die Durchschnittsberechnung fortzusetzen. Schalten Sie das Modul hingegen ein und aus, in dem Sie die Spannungsversorgung schalten (z. B. über Zündungsplus), können die Werte nicht dauerhaft gespeichert werden. Die Durchschnittsberechnung wird dann mit dem letzten dauerhaft gespeicherten Wert fortgesetzt (bzw. von Null an, bei einem neuen WBH-Diag LCD - im Grunde handelt es sich bei den Durchschnitsswerten dann nur um die Daten der aktuellen Fahrt).

    Es erscheint eine Sicherheitsabfrage. Wählen Sie analog zur Menüauswahl Ja aus, wenn Sie wirklich die Durchschnittsberechnung zurücksetzen wollen. Mit Nein/Abbruch kehren Sie zur Meßwertanzeige zurück.

  • Nachdem Sie das Menü (wieder) aufgerufen haben, können Sie über den Menüpunkt Binärwertanzeige das Labelfile für die Anzeige von Klartexten statt Zahlenwerten editieren.

    Geben Sie zuerst den (ab Version B.3 dreistelligen) Meßwertblock an, für den das Labelfile gelten soll. Wann immer Sie diesen Meßwertblock anzeigen lassen (Displaykonfiguration: ECU Daten), werden statt der Meßwerte (so weit nachfolgend die entsprechenden Zahlenwerte eingestellt wurden) die jeweiligen Texte ausgegeben. Lediglich bei der Großdarstellung (XL) dieses Meßwertblocks in der ersten Spalte der zweiten Zeile findet keine Binärwertbeschriftung statt. Wenn Sie die Binärwertanzeige deaktivieren wollen, geben Sie hier einen Meßwertblock an, den Sie nicht auf dem Display ausgeben (bspw. "G:99 B:1").

    Bei Wert geben Sie den dezimalen Zahlenwert ein, bei dessen auftreten der nachfolgende Text ausgegeben werden soll.

    Bei Text geben Sie die zehn Textzeichen für diesen Meßwert ein. Die Texteingabe erfolgt analog zur Eingabe eines Beschriftungstextes.

    Nach dem Sie das zehnte Textzeichen eingegeben und kurz gewartet haben, gelangen Sie zum nächsten Schritt (3/11), bei dem Sie nun den zweiten (von insgesamt zehn) Einträgen eingeben. Dies wiederholt sich, bis zum zehnten Eintrag.

  • Die Abbildung zeigt einige Besonderheiten:
    • grün/rot: Für zwei nebeneinanderliegene Positionen wurde jeweils die Ausgabe einer Beschriftung gewählt. Bei der Texteingabe wurde dann im zweiten (roten) Feld der Text aus dem vorherigen (grünen) Feld fortgesetzt.
    • gelb: Ebenfalls eine Beschriftung, die aus zehn Leerzeichen (blanks) besteht. Das Leerzeichen finden Sie ganz normal im Zeichensatz vor dem Ausrufezeichen.
    • blau: Für den eingestellten Datenblock kennt das Display nicht die korrekte Berechnung. Deshalb werden die zwei Bytes (A und B) der Daten vom Steuergerät im Dezimalsystem gezeigt.
    • violett: Der von Ihnen bei der Displaykonfiguration eingegebene Datenblock kann vom Steuergerät nicht geliefert werden.

  • Rückstellmöglichkeit: Drücken Sie die Taste bevor Sie die Spannung anlegen (OBD Stecker einstecken) und lassen Sie erst los, wenn das Display Text anzeigt. Dadurch wird die Displaykonfiguration (welcher Meßwert in welcher Form an welcher Stelle angezeigt wird) gelöscht und das Display in den Auslieferungszustand zurückgesetzt.

Aufbau

Es wird keine fertige Platine mehr angeboten. Die Platine des OBD Modell D ist geeignet. Es sind lediglich die Bauteile zu bestücken, die für für das OBD II LCDs Modell C vorgesehen sind.
Da die Hardware des WBH-Diag LCDs identisch zu der des OBD II LCDs Modell C ist, folgen Sie bitte dem dort beschriebenen Aufbauplan. Eine Ausnahme gibt es allerdings: Der in Punkt 7 beschriebenen Test der Spannung an der K-Leitung funktioniert nicht, da das Modul bei Inbetriebnahme zuerst auf eine Eingabe durch den Benutzer wartet. Überspringen Sie einfach diesen Schritt.

Sie benötigen lediglich die K-Leitung und nicht die L-Leitung für die Verbindung zum Display. Die Belegung des OBD-2 Steckers finden Sie in der Aufbauanleitung. Wenn Sie den 2x2 Adapter benötigen und diesen nicht an einen ans Display angeschlossenen OBD-2 Stecker steckern wollen, sondern direkt an das Display anlöten wollen (dazu die OBD-2 Buchse vom Adapterkabel abschneiden), beachten Sie bitte die folgende Belegung:

VAG 2x2
2x2 SteckerOBD-2 Buchse
SteckerfarbePinPinBeschreibung
Weiß115L Leitung
Weiß27K Leitung
Schwarz316Batterie-Spannung +12V
Schwarz44/5Fahrzeug Masse