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zonak

Teneriffa Weihnachten 2017

Teneriffa 2017 Nach dem ich letzte Weihnachten in Marokko verbracht habe, buchte ich dieses Jahr zwei Wochen Spanien mit Mietwagen. Teneriffa sollte wenigstens Sonne, angenehmes Licht, warme Temperaturen und viel Landschaft bieten, um den Urlaub nicht die ganze Zeit bei grauem, schlechten Wetter zu verbringen. Gran Ganaria kannte ich ja schon. Der Flug dauert ca. 4,5 Stunden vom Provinzflughafen und Millionen-Steuer-Euro-Grab Kassel-Calden.

Die im Vorfeld gekaufte Karte Michelin 125 stellt sich als überraschend schönfärbend heraus. Normalerweise schwöre ich auf die Karten für Frankreich. Neben der guten Darstellung sind die markierten Strecken durch landschaftlich schöne Gegenden sehr hilfreich. Auf Teneriffa sind in meinen Augen etwas zu oft Strecken als solche markiert. Zu einer solchen Strecke gehört nicht nur die Landschaft, sondern der Gesamteindruck und der ist leider meistens nicht sehenswert, womit ich auch schon bei der Landschaft im Allgemeinen bin. Eigentlich ist die Insel schön. Ganzh in meinem Sinn: schroff, karg, felsig. Allerdings ist sie total zersiedelt. Überall an die Hänge - und Teneriffa besteht nur aus Hang - sind Häuser geklatscht; leider die schlichten Lego-Klötze ohne Charme. Und die wenigen ebenen Flächen an der Küste sind oft mit Bananen-Monokulturen unter Plastikplanen/Netze verschandelt. Von weitem schaut man auf ein Meer helles Plastik. Ja, es gibt auch viele schöne Ecken und man kann sich die Häuser (irgendwo habe ich mal "pitoresk" in dem Zusammenhang gelesen - keine Ahnung, wo die waren) und Agrarflächen wegdenken aber mich störte es. Die nebenstehende Karte zeigt die Strecken, die ich besonders reizvoll finde.

Teneriffa 2017 Die Gäste im Hotel sind größtenteils deutsche Senioren. Danach kommen ein paar jüngere russich und englisch sprechende Paare oder Familien. In Marokko war ich angesichts der vielen Weihnachtsdeko in einem muslimischen Land überrascht. Dort wurde mir erklärt, daß es einfach ein schönes Familienfest sei, das die Einheimischen angenommen haben und bei dem die Kinder sich über die Süßigkeiten freuen. Was die christliche Kirche mit ihren blutigen Kriegen nicht geschafft hat, schafft also der Kommerz. In Teneriffa (Spanien?) bemerkt man kaum etwas von Weihnachten. Im Hotel dudelt zwar den ganzen Tag die gleiche CD und langsam verflucht man Wham! aber sonst ist sehr wenig zu sehen. Während es im Sommer total überlaufen sein dürfte, hält sich der Trubel jetzt in Grenzen. Um so erstaunlicher und vor allem ärgerlich, dass dennoch Straßen gesperrt werden, um Touristen fern zu halten oder zum Besuch von Schluchten oder des Vulkangipfels Wochen vorher stundengenaue (kostenlose) Buchungen notwendig sind. An den Stränden ist viel Platz und bei ca. 20 °C Lufttemperatur ist auch das Wasser noch angenehm. Der typische schwarze Sand ist ungewohnt.

Teneriffa 2017 Zu den typischen Beschäftigungen auf der Insel gehört das Wandern. Dabei ist zu bedenken, dass es so gut wie nirgends waagerecht vorwärts geht. In den meisten Fällen geht's also steil auf- und abwärts. Die Schluchten oder Bachbette (Barranco) findet man alle Nase lang und die Wanderweege sind oft gut ausgeschildert. Besonders beeindruckend ist natürlich das Hochplateau des Vulkankraters (Caldera). Hier sieht es aus, wie man sich den Mond vorstellt und die Wege auf dem Plateau sind meistens eben. Die Straße führt teilweise mitten durch einen erkalteten Lavastrom. Auf den Gipfel des Teide kann man nur mit einer Erlaubnis, die man Monate im voraus kostenlos online beantragen muß. Für alle anderen ist an der Bergstation der Seilbahn Schluß. Mit der Seilbahn hoch fahren lohnt sich nur bedingt. Ich würde empfehlen, nur einen Teil der Strecke bequem zu Fuß zu gehen. Im Nord-Osten liegt das Anaga-Gebirge. Touristenmassen werden zum Cruz del Carmen gekarrt. Hier sieht man Bäume, die wild über die Wege wachsen. Ist ganz nett aber nun auch nicht so selten wo anders auf der Welt zu sehen. Wer hier wandern will, ist gut aufgehoben aber nur mit dem Bus zum Aussichtspunkt zu fahren ist lächerlich und man sollte eher zum Aussichtspunkt Mirador Pico de Inglés fahren.